Die saisonale Stärkung des thailändischen Baht gegen Ende des Jahres scheint an Schwung zu verlieren. Sie wird durch schleppende Exporte, schwachen chinesischen Tourismus und wachsende Erwartungen belastet, dass die Bank of Thailand (BOT) die Zinsen erneut senken könnte.

Baht dürfte bis zum Jahresende kaum stärker werden, da Exporte und Tourismus schwächer werden

BANGKOK. Einer Bloomberg-Umfrage zufolge wird der Baht in den letzten beiden Monaten nur um 1 % steigen und damit unter dem 10-Jahres-Durchschnitt liegen. Der Grund hierfür sind schwache Exporte, ein schwacher chinesischer Tourismus und Wetten auf eine Lockerung der BOT-Zinssätze.

Die saisonale Stärkung des thailändischen Baht gegen Ende des Jahres scheint an Schwung zu verlieren. Sie wird durch schleppende Exporte, schwachen chinesischen Tourismus und wachsende Erwartungen belastet, dass die Bank of Thailand (BOT) die Zinsen erneut senken könnte.

Einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten zufolge wird der Baht bis zum Jahresende gegenüber dem US-Dollar um etwa 1 Prozent an Wert gewinnen – das ist etwa die Hälfte des durchschnittlichen Anstiegs, der in den letzten beiden Monaten des letzten Jahrzehnts typischerweise zu beobachten war.

Drei Hauptgründe für die schwächeren Aussichten

Träger Tourismus: Strategen von InTouch Capital Markets in Singapur sagten, dass die Touristenströme – die normalerweise den Baht stützen – trotz der Hochsaison in Thailand wahrscheinlich nicht mehr so stark sein werden wie zuvor.

Exportrückgang: Credit Agricole CIB stellte fest, dass die gedämpfte Exportleistung Thailands ein weiterer Faktor ist, der die Stärke des Baht begrenzt.

Zinssenkungserwartungen: Die Märkte gehen weiterhin davon aus, dass die BOT ihren Leitzins innerhalb der nächsten sechs Monate mindestens noch einmal senken könnte, nachdem er seit Oktober letzten Jahres bereits um insgesamt 1 % gesenkt wurde.

Starker Baht belastet die Wirtschaft

Die Aufwertung des Baht um 4,5 Prozent in diesem Jahr hat bereits wichtige Sektoren beeinträchtigt, insbesondere den Export und den Tourismus, die zusammen rund 70 Prozent der thailändischen Wirtschaft ausmachen.

Die thailändische Tourismusbehörde (TAT) erwartet in diesem Jahr einen Rückgang der ausländischen Touristenzahlen um etwa 6 Prozent – der erste jährliche Rückgang seit einem Jahrzehnt, wenn man die Covid-19 Zeit nicht berücksichtigt. Analysten führen dies auf Sicherheitsbedenken und den stärkeren Baht zurück, der Thailand für Besucher, insbesondere aus China, einem wichtigen Herkunftsmarkt, teurer macht.

Apichit Prasoprat, stellvertretender Vorsitzender der Federation of Thai Industries (FTI), sagte, die Aufwertung des Baht habe die Einnahmen der Exporteure geschmälert und die Wettbewerbsfähigkeit untergraben, während gleichzeitig der Tourismus entmutigt worden sei.

 

Die saisonale Stärkung des thailändischen Baht gegen Ende des Jahres scheint an Schwung zu verlieren. Sie wird durch schleppende Exporte, schwachen chinesischen Tourismus und wachsende Erwartungen belastet, dass die Bank of Thailand (BOT) die Zinsen erneut senken könnte.
Die saisonale Stärkung des thailändischen Baht gegen Ende des Jahres scheint an Schwung zu verlieren. Sie wird durch schleppende Exporte, schwachen chinesischen Tourismus und wachsende Erwartungen belastet, dass die Bank of Thailand (BOT) die Zinsen erneut senken könnte.

 

Überwachung von Politik und Interventionen

InTouch Capital Markets warnte, dass der Baht auf 33 Baht pro US-Dollar fallen könnte, wenn die BOT eine gemäßigtere Geldpolitik einnimmt und die Regierung eine Goldhandelssteuer einführt – selbst wenn der Greenback weiter nachgibt.

Analysten gehen jedoch davon aus, dass die BOT wahrscheinlich eingreifen wird, um eine zu starke Stärkung des Baht zu verhindern, die die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnte.

Poon Panichpibool, Marktstratege bei Krungthai Global Markets, sagte, saisonale Faktoren würden dem Baht noch immer eine gewisse Unterstützung bieten, „aber wenn der Baht im Vergleich zu den Währungen anderer Handelspartner ungewöhnlich stark wird, kann die BOT eingreifen, um die Situation zu bewältigen.“

Unterdessen prognostiziert Nomura, dass der Baht bis zum Jahresende auf 31,3 pro Dollar steigen könnte, wenn sich Thailands Wirtschaft erholt, die Spannungen zwischen den USA und China nachlassen und der Goldpreis in der Nähe seines Rekordhochs bleibt.

 

  • Quelle: The Nation Thailand