BANGKOK. Die Polizei in Bangkok hat einen Deutschen festgenommen, gegen den in Europa 74 Haftbefehle im Zusammenhang mit Ransomware und Plattformen für den Einsatz von Cyberangriffen ausgestellt wurden, die weltweit großen Schaden verursacht haben.
Noah Christopher, 27, wurde am Freitag in einer Eigentumswohnung in der Thong Lor Soi 25 im Stadtteil Watthana von Bangkok festgenommen.
Beamte des Einwanderungsbüros und der Abteilung zur Bekämpfung von Technologiekriminalität gaben an, dass der Verdächtige in Deutschland und der Europäischen Union wegen Straftaten gesucht wurde, die er mutmaßlich zwischen 2021 und 2025 begangen hat.

Die Polizei in Bangkok verhört einen 27-jährigen Deutschen, der von europäischen Behörden im Zusammenhang mit Dutzenden von Ransomware- und Cyberangriffen gesucht wird, die zwischen 2015 und 2021 stattfanden. (Foto: Wassayos Ngamkham)
Laut den Ermittlern entwickelte Herr Christopher Ransomware-Plattformen und ein Cybercrime-as-a-Service (CaaS)-Modell, das auch Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe umfasste.
Ihm wurde unter anderem die Entwicklung und der Betrieb von Plattformen wie Fluxstress und Neldowner vorgeworfen, die Cyberkriminalität ermöglichten und förderten, hieß es.
Die Plattformen ermöglichten es Kunden weltweit, DDoS-Angriffe zu veranlassen, die die Computersysteme und Websites der Opfer lahmlegten und unzugänglich machten. Die Lösegeldzahlungen erfolgten in Kryptowährungen und anderen digitalen Währungen, was einen Fall von grenzüberschreitender Cyberkriminalität darstellt.
„Die Gerichte der Europäischen Union und Deutschlands haben insgesamt 74 Haftbefehle gegen den Verdächtigen ausgestellt, aber er ist geflohen und hat sich in mehreren Ländern aufgehalten, darunter Dubai, China und andere, sowie in Thailand“, sagte Polizeigeneralmajor Phanop Wothanatchakul, Kommandeur der Ermittlungsabteilung des Einwanderungsbüros.
Nachdem die Einwanderungsfahnder den Verdächtigen in einer Eigentumswohnung im Stadtteil Thong Lor aufgespürt hatten, koordinierten sie mit der Cyberkriminalitätspolizei eine Durchsuchung und die Sicherung weiterer Beweise. Laut Polizeigeneralmajor Phanop wird auch geprüft, ob in Thailand computerbezogene Transaktionen oder Straftaten begangen wurden.
Das Urteil wurde widerrufen und er befindet sich in Haft bis zu seiner Auslieferung nach Deutschland.
Generalleutnant Phanumas Boonyalak, Leiter des Einwanderungsbüros, sagte am Samstag, dass die Behörden die Überprüfung von ausländischen Staatsangehörigen verstärkt hätten, bei denen es sich um flüchtige Straftäter oder von Interpol oder ausländischen Sicherheitsbehörden gesuchte Personen handeln könnte und die eine Gefahr für die öffentliche Ordnung in Thailand darstellen könnten.
- Quelle: Bangkok Post