SAMUT SAKHON. Razzia in illegaler, von Chinesen betriebener Elektroschrottanlage. Das Werk in Samut Sakhon sollte bereits vor einem Jahr stillgelegt werden, so die Ermittler.
Thailändische Behörden haben eine nicht lizenzierte Fabrik ausgehoben, die Berichten zufolge von chinesischen Staatsangehörigen betrieben wurde und in der im Herzen der Provinz Samut Sakhon heimlich Elektronikschrott sortiert und verarbeitet wurde.
Polizisten der Abteilung zur Bekämpfung von Verbrechen im Zusammenhang mit natürlichen Ressourcen und Umwelt (NED) und Beamte des Provinzbüros des Industrieministeriums inspizierten am Samstag die Räumlichkeiten der Hongyue Hongyue Renewable Resources Technology (Thailand) Co in Tambon Bang Thorad im Bezirk Muang.
Sie gingen Beschwerden von Anwohnern nach, wonach große Mengen an Elektronikschrott illegal importiert und auf dem Gelände gelagert worden seien, sagte Polizeigeneralmajor Anek Taosuparb, der Kommandeur der NED.

Ein Beamter entnimmt auf dem Gelände einer Fabrik in Samut Sakhon Abfallproben für detaillierte wissenschaftliche Analysen, um die genauen Arten der enthaltenen Schadstoffe zu bestimmen. Die Fabrik wurde illegal von chinesischen Staatsangehörigen betrieben. (Polizeifoto/Wassayos Ngamkham)
Die Ermittlungen ergaben, dass das Gelände von chinesischen Staatsangehörigen betrieben wurde. Zahlreiche Lkw-Ladungen Elektroschrott wurden auf das Gelände transportiert und dort in großen Mengen gelagert. Der Schrott war unter Planen versteckt worden, um nicht entdeckt zu werden.
Laut Polizeiangaben war die Fabrik bereits Anfang 2025 durchsucht und zur Schließung aufgefordert worden. Später stellte sich jedoch heraus, dass sie den Betrieb illegal wieder aufgenommen hatte.
Bei der Inspektion entdeckten die Beamten beträchtliche Materialhaufen, darunter elektrische Leitungen, Metallschrott und Elektronikschrottreste, die an mehreren Stellen innerhalb des Geländes gelagert und abgedeckt waren.
Eine große Anzahl von Maschinen und Ausrüstung zur Sortierung und Verarbeitung von Elektroschrott wurde entdeckt, sagte Polizeigeneralmajor Anek.

Beamte entfernen eine Plane und finden große Mengen Abfall auf dem Gelände der illegal betriebenen Fabrik in Samut Sakhon. (Polizeifoto/Wassayos Ngamkham)
Der Betrieb schien unter die Kategorie eines Betriebs des Typs 106 zu fallen, der zur Handhabung gefährlicher Abfälle wie Chemikalien, elektrischer Leitungen und anderer gefährlicher Stoffe zugelassen ist.
Vorläufigen Informationen zufolge handelt es sich bei dem Eigentümer um einen chinesischen Staatsbürger namens Xu Xunbo. Er war jedoch bei der Besichtigung nicht anwesend und konnte nicht kontaktiert werden.
Provinzbeamte der Industriebehörde bestätigten, dass die Fabrik über keine gültige Betriebserlaubnis verfügte. Bei den angesammelten Materialien, bestehend aus Kabeln und Metallfragmenten, handelte es sich vermutlich um gefährliche Stoffe mit einem geschätzten Volumen von 3.274 Kubikmetern.
Im Anschluss an die Inspektion erstatteten die Branchenvertreter Anzeige bei den Ermittlern der Polizeistation Bang Thorad und forderten rechtliche Schritte gegen das Unternehmen wegen der Errichtung und des Betriebs einer Fabrik ohne Lizenz unter Verstoß gegen das Fabrikgesetz.
Auf das Vergehen werden Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren und/oder Geldstrafen von bis zu 200.000 Baht geahndet.
Von den beschlagnahmten Materialien wurden Proben für Laboranalysen entnommen, um die genaue Art der beteiligten Gefahrstoffe zu bestimmen.
Die Behörden planen, die Ermittlungen auszuweiten und weitere Maßnahmen gegen die Verantwortlichen zu ergreifen.
- Quelle: Bangkok Post