Anhörung über neuen Bewässerungsplan endet im Chaos

pp Samut Songkhram. Mehr als 2.000 Menschen protestierten am Freitag bei einer öffentlichen Anhörung über einen neuen Plan des „Flutwasserweg“ Projekt. Die Schülerinnen und Schüler, Dorfbewohner und Aktivisten schlugen lautstark Alarm und pfiffen den ganzen Vormittag die Beamten des Wasser und Flut Management Komitee (WFMC) aus.

Die Beamten des WFMC versuchten den Menschen die Vorzüge des neuen Projekts, das ein Teil des 350-Milliarden-Baht-Programm zur Flutwasser Bekämpfung ist, ist zu erklären und schmackhaft zu machen.

Die Atmosphäre im Technischen College von Samut Songkhram spannte sich noch mehr an, als die Teilnehmer mitbekamen, dass bereits Fragebögen zur Abstimmung verteilt wurden, obwohl die Sitzung noch in vollem Gange war. Außerdem merkten sie sehr schnell, dass nur eine begrenzte Anzahl Fragebögen zur Verfügung stand, die bei weitem nicht für alle Teilnehmer ausreichten.

Weiterer Unmut kam dann noch dazu, als die Beamten die Fragebögen an Menschen außerhalb der Halle verteilten.

Die Sprecherin der Demonstranten, Khun Pattaraporn Apichit, eine der Führerinnen der Jap Ta Mae Nam Mai-Gruppe, sagte gegenüber den FM101 Nachrichten, dass ihre Gruppe die Fragebögen ablehne, da sie nicht die Meinung der Anwohner wiedergeben würden. Den Fragbögen fehlt die Legitimation, fügte sie hinzu.

Stattdessen gaben die Anwohner den Beamten und dem Landeshauptmann Chonchuen Boonyasart eine Petition mit 22.473 Unterschriften gegen das Flutwasserweg Projekt. Sie begründeten ihre Ablehnung damit, dass das Projekt nicht transparent genug sei und ihnen und ihrer Gemeinde nicht nützen würde.

Das war den Beamten dann offenbar zuviel und sie beschlossen, die Sitzung zu schließen und einfach zu verlassen. Während sie die Bühne verließen wurden sie von den Anwohnern erneut ausgepfiffen und mit den Worten verabschiedet: „Get out“.

Damit waren die Probleme aber nicht beendet. Die Einwohner bemerkten ziemlich schnell, dass die offiziellen Beamten ihre Petition einfach liegen gelassen hatten. Technische Assistenten wollten dann die Petition den Beamten hinterher tragen und wurden von der Polizei daran gehindert. Bei dieser Konfrontation wurde ein Student verletzt.

Die mündliche Verhandlung in Samut Songkhram gehörte zu einer Reihe von Treffen mit den Anwohnern, um von ihnen eine Stellungnahme zu einem geplanten 281 Kilometer langen Flutwasserweg von Khanu Woralaksaburi in Kamphaeng Phet bis hin nach Samut Songkhram zu erhalten

Er wurde entwickelt, um die Strömung von überschüssigem Wasser aus dem Fluss Ping in das Meer zu leiten. Dadurch sollen in der Zukunft Überschwemmungen in der zentralen Region vermieden werden.

Die nächsten öffentlichen Anhörungen zu dem Projekt sind für Samstag in Kanchanaburi und Mittwoch in Ratchaburi geplant.