Die Gewaltexzesse auf Seiten der PAD steigern sich. Inzwischen wird nicht nur auf Polizisten, Stinkefinger und Steinewerfer geschossen, denen man nachsagen könnte, daß von diesen im weitesten Sinne eine gewisse Bedrohung ausginge, es wird auch konsequent gegen Journalisten vorgegangen.
Politik
Air Force-Chef: Regierung soll zurücktreten
Die dem TIP vorliegenden Informationen, daß die Air Force nicht mehr hinter der Regierung steht, wurden bestätigt, als der Chef der thailändischen Luftwaffe, Chief-Commander Itthaporn Supawong am 30. November Premierminister Somchai aufforderte, das Parlament aufzulösen.
In der Sackgasse: Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht
Zwar hatte PAD-Führer Chamlong Premierminister Somchai Verhandlungsbereitschaft signalisiert, und Somchai hatte zugestimmt. Chamlong weigert sich jedoch, nach Chiang Mai zu reisen, weil es „zu weit“ sei. Somchai wird sich aber nicht aus seinem sicheren Versteck wagen.
Wochenlange Störungen im Flugverkehr
Selbst wenn der Flughafen heute geöffnet werden würde, dauert es vermutlich Wochen, bis sich der Flugbetrieb normalisiert.
Demonstration von „Rothemden“ in Bangkok
Veera Musigapong, einer der Führer der regierungstreuen Demonstranten UDD kündigte an, am 30. November eine Massendemonstration in Bangkok zu organisieren. Die Demonstration wird um 16 Uhr beginnen.
No Way Out – Kein Ausweg
Wenn sich die Lage nicht normalisiert, könnte sich die Zahl der gestrandeten Touristen verdreifachen. U-Tapao wird nun verstärkt als Ausweichflughafen eingesetzt. Am 29. November starteten dort 15 Flugzeuge, am 30. November sollen es 48 Maschinen sein.
Polizei zieht sich zurück, PAD „verhaftet“ Polizeibeamten
Polizeikräfte versuchten, einen äußeren Belagerungsring um den Flughafen Suwannaphum aufzubauen, um die Demonstranten von der Versorgung mit Lebensmitteln abzuschneiden und zu verhindern, daß sich weitere Demonstranten zum Flughafen begeben.
U-Tapao in vollem Einsatz
Admiral Surapong Ayasanond, Vize-Direktor des dem zur Marine gehörenden Flughafens sagte, man versuche so viele Passagiere wie möglich abzufertigen, auch wenn dies wegen der kleinen Anlage bei den Verantwortlichen zu erheblichen „Kopfschmerzen“ führte.
Thailand gehört zu den 20 gefährlichsten Ländern der Welt
Thailand steht auf der Liste auf Rang 7 hinter Irak, Afghanistan, Tschetschenien, Südafrika, Somalia und Sudan. Danach ist Thailand zur Zeit gefährlicher als Kolumbien oder Haiti.
„Wenn geputscht wird, dann gibt es Blutvergießen“
Thaksin warnte die Demonstranten, sie sollten die Flughafen verlassen oder die Konsequenzen tragen. Thaksin forderte alle Thais auf, sich an das Gesetz zu halten und warnte, daß es im Falle eines Militärputsches zu Blutvergießen kommen werde.
Schwerbewaffnete Polizeieinheiten blockieren Zubringer zum Flughafen
Die Polizei hat eine Strassensperre auf der Lard Krabang Suwannaphum Strasse errichtet und lässt keine Fahrzeuge mehr passieren. tn
Militärflughafen U-Tapao kann nicht übernehmen
U-Tapao wurde von den Amerikanern während des Vietnamkrieges als Stützpunkt benutzt. Nach deren Abzug hat die thailändische Luftwaffe den Flugplatz übernommen, aber er ist viel zu klein, um Suwannaphum ersetzen zu können.
Chamlong: Wir können jetzt nicht aufhören!
In einer Ansprache an die PAD-Demonstranten am Flughafen Don Muang sagte Chamlong, seine Antwort auf die Aufforderung war „Nein – wir können jetzt nicht aufhören!“
Im Westen nichts Neues
Nach der Verhängung des Ausnahmezustandes am Abend des 27. November rechneten Beobachter mit der Erstürmung der Flughäfen um oder nach Mitternacht. Premier Somchai hatte angekündigt, daß dies im Verbund mit Polizeikräften, Luftwaffe und Marine geschehen soll.
Putschgerüchte verunsichern Bewohner Bangkoks
Es kursierten ganztägig Gerüchte, Armeechef Anupong habe Premierminister Somchai telefonisch ein Ultimatum gestellt. PAD und und Anhänger der Regierung wurden daraufhin zu weiteren Strassenkämpfen mobilisiert.
