Red Bull Söhnchen lebt auf der Flucht weiter in Saus und Braus

Red Bull Söhnchen lebt auf der Flucht weiter in Saus und Braus

Bangkok. Die Geschichte des Red Bull Erben Vorayuth „Boss“ Yoovidhya begann am 3. September 2012, nachdem er mit seinem Ferrari auf der Sukhumvit Straße in Bangkok bei sehr hoher Geschwindigkeit das Motorrad eines Polizeibeamten gerammt hatte. Der Beamte wurde dabei gut 200 Meter durch die Luft geschleudert und starb noch am Unfallort.

Rekonstruktion des „Red Bull Unfall“. Der Motorradpolizist wurde von hinten durch den Ferrari getroffen und getötet.

Der Sohn des Red Bull Gründers flüchtete vom Unfallort und weigerte sich anschließend mehrere Stunden, mit der Polizei zu sprechen. Erst danach erklärte er sich bereit, mit der Polizei über den Unfall zu sprechen und wurde auf eine Polizeistation gebracht.

Hier sollte er zunächst wegen überhöhter Geschwindigkeit, fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht angezeigt werden. Allerdings wurde in dem Fall nur sehr zögernd ermittelt und nach einem Jahr war der erste Anklagepunkt, „Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit bereits verjährt. Kenner der Szene hatten in dem Fall des Milliarden schweren Red Bull Erben auch nichts anderes erwartet.

Kommt der Red Bull Erbe etwa ohne Anklage davon?

Als dann endlich ein Gerichtstermin feststand und der beschuldigte vor Gericht erscheinen sollte, war er leider nicht in Thailand sondern hielt sich bereits in Singapur auf. Laut seinem Anwalt fühlte sich der junge Mann aber so kränklich, dass er nicht an diesem Termin teilnehmen konnte.

Laut AP ist dies nur ein weiterer Fall in Thailand, der ein gutes Beispiel für die langjährigen Privilegien der reichen Oberklasse in dem Königreich zeigt. Vorayuth „Boss“ Yoovidhya ist seitdem auf der Flucht vor den Behörden und muss sich dabei aber keine Sorgen machen, dass ihm das Geld ausgehen könnte.

Er hat seinen Großvater und Red Bull hinter sich und kann nach wie vor seinen Luxus in aller Ruhe genießen. Dazu gehört natürlich auch ein privater Red Bull Jet, mit dem der Sohnemann rund um die Welt jetten kann. Bei Formel 1 Rennen sitzt er auf den VIP Plätzen von Red Bull in der ersten Reihe. In London steht ihm ein schwarzer Porsche Carrera mit dem speziellen Kennzeichen BO55 RBR „Boss“ zur Verfügung, mit dem er durch die Stadt jagen kann.

Laut zahlreichen Posts und Bildern in den sozialen Netzwerken übernachtet Söhnchen rund um die Welt in den teuersten Hotels und speist natürlich nur in ausgesucht exklusiven Restaurants. So lässt sich ein Leben auf der Flucht gerade noch so aushalten, witzeln viele Internet Nutzer in ihren Kommentaren.

Skizze zum Unfall des Red Bull Urenkel

Der nächste Gerichtstermin steht am Donnerstag an. Ob Söhnchen Vorayuth „Boss“ Yoovidhya allerdings ebenfalls vor Gericht erscheint, dürfte fraglich sein und wird spätestens morgen geklärt.

Vorayuths Großvater, Chaleo Yoovidhya, war bekannt als ein bescheidener, privater Mann, der in Armut als Sohn eines Entenverkäufers aufgewachsen ist. Bevor Vorayuth geboren wurde, hat Chaleo seine Firma „TC Pharma“ mit dem österreichischen Unternehmer, Dietrich Mateschitz, verbunden jeweils 500.000 US-Dollar investiert. Dann begannen die beiden, ein in Thailand vertriebenes koffeinhaltiges, Sirup artiges Energiegetränk zu vermarkten.

Im Jahr 1987 wurde Red Bull Energy Drink dann international vermarktet und wird mittlerweile in rund 170 Ländern verkauft. Red Bull ist ein Milliarden Unternehmen und hat seine eigene Medienfirma, Rennwagen und Jets. Dabei sponsert Red Bull zahlreiche Künstler, Konzerte extreme Athleten.

Chaleo Yoovidhya, der Erfinder von „Red Bull“

Chaleo Yoovidhya, der Erfinder von „Red Bull“

Forbes schätzt Vorayuths Vater Chalerm Yoovidhya mit einem Nettovermögen von 9,7 Milliarden US-Dollar ein.

 

  • Quelle: AP, The Nation