Jeder ist für die Luftverschmutzung verantwortlich, sagt Prayuth

Jeder ist für die Luftverschmutzung verantwortlich, sagt Prayuth

Bangkok. Während einer Kabinettssitzung in der Provinz Lampang sagte General Prayuth Chan o-cha, dass zwar die entsprechenden staatlichen Abteilungen die Fabriken und den Abbrand der Ernte untersuchen würden, dass aber für die Beseitigung der Luftverschmutzung und des Smogs Problem jedoch letztendlich der Bürger mit verantwortlich ist.

“ Unabhängig von den Vorschriften und Gesetzen, die wir schaffen, wird es immer noch weiter Probleme geben, weil einfach die Verantwortung der Bürger fehlt „, sagte er. „ Die Menschen befolgen weder die Regeln, noch die Gesetze. Sie können also nicht die ganze Verantwortung für die Luftverschmutzung auf eine einzige Person übertragen “, fügte er hinzu.

Prayuth hat als Hauptgrund für die Luftverschmutzung und den Smog die Fabriken, die Autoemissionen und die Brandernten genannt. Er fügte hinzu, dass die Regierung versuchen würde, die Verbrennung landwirtschaftlicher Kulturen zu stoppen. Allerdings sagte er jedoch nicht, wie er dieses Problem lösen bzw. stoppen kann.

Am Dienstag gegen 11 Uhr überflog ein Flugzeug der BT67 – Luftwaffe in Bangkok Don Mueang und sprühte 3.000 Liter Wasser aus 15.000 Fuß Höhe über den Flughafen Don Mueang, so um die Umweltverschmutzung zu verringern. Ein anderes Flugzeug tat dasselbe um etwa 14 Uhr über Chatuchak, und für heute wird ein weiterer „ Wassertropfen „ über der Hauptstadt geplant.

Auf die Frage eines Reporters nach industriellen Vorschriften gegen die Erzeugung von PM 2.5-Partikeln – dem kleinsten und schädlichsten Typ – antwortete Prayuth, er werde das Problem an die Ministerien für Industrie und Gesundheit weiterleiten, um sie umzusetzen. Gleichzeitig fügte er jedoch hinzu, dass es auch eine Sache der Menschen sie, die Vorschriften zu befolgen.

„ Jeder muss mithelfen. Die Aufgabe der Regierung ist es, Richtlinien zu erstellen und deren Ergebnisse zu bestimmen. Es gibt jedoch viele Menschen, die Staubprobleme verursachen und dafür verantwortlich sind. Deshalb können wir uns nicht gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben, fügte er hinzu. Obwohl es klar ist, dass mit den Menschen vor allem die Farmer und ihre Brandernte bzw. Brandrodung gemeint ist, ging Prayuth nicht näher auf dieses Thema ein.

Premierminister Prayuth betonte dagegen aber auch, wie wichtig es sei, Schutzmasken zu tragen. Allerdings erklärte er dazu weiter, dass die Regierung nicht an alle Bewohner des Landes Schutzmasken verteilen könne. Nach Angaben von Gouverneur Aswin Kwanmuang haben Beamte bereits 30.000 Verschmutzungsmasken ausgegeben und 300.000 weitere werden noch in Bangkok ausgegeben, fügte er hinzu.

„ Menschen mit Kaufkraft sollten sich selber um eine Maske kümmern und sie kaufen. Könnten wir die Masken an alle austeilen „? Fragte er. „ Es würde wahrscheinlich eine ganze Weile dauern “, sagte er.

Umweltverschmutzungsmasken werden auf dem Markt immer knapper. Zahlreiche Apotheken in Bangkok sind bereits leer gekauft. Der Generaldirektor für Umweltverschmutzungskontrolle, Herr Pralong Damrongthai, gab am Dienstag eine Erklärung heraus, in der er erklärte, dass die Besitzer von entsprechenden Geschäften, die diese Masken horten umso die Preise sin die Höhe zu treiben, mit bis zu sieben Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 140.000 Baht rechnen müssen.


Das schwerwiegende Problem der Luftverschmutzung in Bangkok wird die Wirtschaft des Landes stark in Mitleidenschaft ziehen, es sei denn, die Behörden können den Smog wirksam beseitigen, warnte gestern ein Forschungsbericht. Die Chula Akademie fordert radikale Maßnahmen, um die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen von Bangkok zu reduzieren.

 

Eine Analyse des „ Kasikorn Research Centers „ sagte gestern, der Smog könnte in Thailand Verluste in Höhe von 6,6 Milliarden Baht für die Gesundheits- und die Tourismusbranche verursachen, da sich die jüngste PM 2.5-Krise immer weiter auswirkt.

Die Analyse ergab, dass der Gesundheits- und der Tourismussektor am stärksten vom Smog betroffen sein würde, da die Menschen durch die übermäßig hohen PM 2,5 Werte ernsthaften Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, während die Verschmutzung und der Smog in der Stadt die Touristen aus Bangkok vertreibt und damit der Tourismusbranche schadet.

Laut der in der Analyse des „ Kasikorn Research Center „ angeführten Statistik der Luftverschmutzungskrankheiten hat sich herausgestellt, dass der schädliche PM 2,5 Spiegel die Zahl der Patienten mit Atemwegserkrankungen in der Hauptstadt bereits schon jetzt erhöht hat. Es wird geschätzt, dass mindestens 2,4 Millionen Menschen in Bangkok inzwischen unter Allergien und Atemwegserkrankungen leiden.

Das Kasikorn Research Center schätzte, dass die höheren Ausgaben für die medizinische Behandlung dem Wirtschaftssystem einen Verlust von bis zu 3,1 Milliarden Baht zufügen würden.

Inzwischen hat sich auch gezeigt, dass viele Touristen die Hauptstadt bereits verlassen haben und auf andere Ziele ausweichen, um so die schädliche Luftqualität in Bangkok zu vermeiden.

Die Analyse warnte davor, dass eine große Anzahl von Touristen ihre Reisen nach Thailand absagen könnte, wenn die Behörden nicht bald entsprechende und wirksame Abhilfemaßnahmen ergreifen, um das Problem der Luftverschmutzung zu lindern. Die Luftverschmutzung bereitet der Tourismusbranche Verluste in Höhe von bis zu 3,5 Milliarden Baht oder 4,5 Prozent der gesamten Tourismuseinnahmen in Bangkok während dieser Jahreszeit, wird in der Analyse weiter gewarnt.

Die Analyse hat jedoch auch gezeigt und deutlich gemacht, dass dies nur eine vorläufige Schätzung der wirtschaftlichen Verluste durch die hohe Luftverschmutzung ist. Das gesamte Ausmaß des wirtschaftlichen Schadens hängt natürlich vor allem von der Dauer und der Schwere der Smog-Krise und der Wirksamkeit der Behörden bei der Bewältigung dieses Problems ab. Allerdings haben Experten auch schon davor gewarnt, dass die Regierung die Luftverschmutzung nicht ernst genug nimmt.

Experten warnen, dass die Behörden die Luftverschmutzung nicht ernst nehmen

Experten warnen, dass die Behörden die Luftverschmutzung nicht ernst nehmen

Das „ Kasikorn Research Center „ forderte die Behörden dazu auf, die Ursachen der Luftverschmutzung gründlich zu ermitteln und von den Bemühungen anderer Länder zur Bekämpfung der Luftverschmutzung zu lernen, um einen langfristigen Aktionsplan zur nachhaltigen Lösung des Smog-Problems aufzustellen.

Assoc Professor Manoj Lohatepanont, der Direktor des Transportinstituts der Chulalongkorn-Universität meinte, der effizienteste und schnellste Weg zur Verbesserung der Luftqualität in Bangkok sei die Verringerung der Zahl der Autos auf den Straßen.

“ Die beste Lösung zur Verringerung der Luftverschmutzung besteht darin, die Schadstoffemission direkt an ihrer Quelle zu reduzieren „, sagte Professor Manoj.

„ Die Umweltverschmutzung durch den Verkehr ist zweifellos einer der Hauptgründe für den starken Smog in der Stadt. Der einfachste Weg, die Umweltverschmutzungsemissionen des Verkehrssektors zu reduzieren, besteht darin, so viele Fahrzeuge wie möglich von den Straßen zu entfernen „.

Er wies darauf hin, dass es gute Anhaltspunkte dafür gibt, dass sein Vorschlag die Luftverschmutzung in der Stadt reduzieren kann. Die Luftqualitätskarte von Bangkok hat deutlich gezeigt, dass sich die Luftqualität in Bangkok während der langen Neujahrsferien, in denen ein Großteil der Autos außerhalb der Straßen der Hauptstadt stand, erheblich verbessert hat.

Die Luftverschmutzung steigerte sich nach den langen Ferien wieder auf ein schädliches Niveau, als die Menschen nach Bangkok zurückkehrten und die Stadt im starken Verkehr festgefahren war.

Auch wenn der Vorschlag, das Verkehrsaufkommen zu senken, an der Oberfläche für eine Implementierung in einer pulsierenden Stadt wie Bangkok zu radikal und unrealistisch erscheinen mag, behauptete er, dass dieses Ziel tatsächlich erreicht werden könne.

„ Dies kann durch unterstützende Maßnahmen erreicht werden: Zum Beispiel könnte an den Tagen, an denen die PM 2,5 Stufe hoch ist, ein Ruhetag für Schulen in Bangkok angekündigt werden. Die Stadtverwaltung könnte aber auch Anreize schaffen, um die Menschen zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu ermutigen „, sagte er weiter. „ Ich bin mir aber sicher, dass es viele private Autos auf Bangkoks Straßen gibt, und man die Anzahl der Fahrzeuge erheblich senken könnte “, sagte er.

Er betonte weiter, dass jeder Bürger im Laufe seines täglichen Lebens zur Luftverschmutzung beigetragen habe. Deshalb habe auch ein jeder die Pflicht, die Luft sauber zu halten. Er sagte, sie könnten zu dieser Sache beitragen, indem sie das Autofahren unterlassen und versuchen, unnötige Reisen zu stoppen.

 

  • Quelle: The Nation