Rund um Thailand wächst nicht nur der Anbau von Opium

pp Bangkok. Am Dienstag gab der Kommandant der 3. Armee Region, Lt Gen Preecha Chan-Ocha, eine Pressekonferenz, um die Fortschritte in den offiziellen Operationen zur Eindämmung des Opiumanbau und Drogenhandel in den größeren nördlichen Provinzen über einen Zeitraum von einem Jahr zusammenzufassen.

General Chan-Ocha sagte, dass in dieser Zeit 21 Opium Betriebe überfallen und stillgelegt wurden. Insgesamt wurden dabei auf Grundstücken in den Provinzen Chiang Rai, Mae Hong Son, Tak, Kamphaeng Phet, Lampang und Nan 1.613 rai Opium Ackerland ausgerottet.

Danach meldete sich Lt General Preecha zu Wort und erklärte, im gleichen Zeitraum wurden weitere 46 rai Opium Ackerland von anderen Behörden zerstört. Die Grenzpolizei der Region 3 konnte 19 rai und das Büro zur Unterdrückung von Narkotika „Narcotics Suppression“ Bureau (NSB) 27 rai Opium Ackerland unbrauchbar machen und vernichten.

Aber trotz der Fortschritte die man im vergangenen Jahr gemacht habe, habe der Anbau von Opium weiter zugenommen, sagte Lt Gen Preecha. Das sei dadurch zu erklären, dass die Preise für Rohopium noch relativ hoch und stabil seien. Außerdem sei der Konsum von illegalen Drogen nach wie vor sehr beliebt und weit verbreitet.

Er sagte weiter, dass die Verbrecher bei der Produktion und im Handel neue Wege gehen würden. So würde der Schlafmohn mittlerweile nur noch an sehr schwer zugänglichen Stellen entlang der Staatsgrenze angebaut werden. Außerdem würden die Bauern neuerdings auch über moderne Bewässerungsanlagen und Pestizide verfügen.

Weiterhin hätten sich die Bauern auch auf den Anbau von mehreren verschiedenen Arten von Schlafmohn Spezialisiert. „Sie pflanzen das Opium auf dieselbe Art und Weise in Furchen, wie man auch Gemüse anpflanzt. Dadurch ist es für die Behörden sehr schwierig geworden, die Felder bei einer Inspektion aus der Luft zu erkennen, fügte General Preecha hinzu.

Weiterhin, so General Preecha, ist nicht nur der Anbau von Opium, sondern auch die Herstellung von Methamphetamin Pillen ein kritisches Problem für das Land. Er sagte, dass es laut den neuesten Berichten 11 Drogenproduktionsstätten direkt gegenüber der thailändischen Grenze in den Nachbarländern geben würde. Diese hätten sich auf die Herstellung von Arzneimitteln spezialisiert und könnten täglich große Mengen an Drogen herstellen.

Die Medikamente, die von diesen Fabriken hergestellt werden, garantieren einen anhaltenden Zustrom an Speed-Pillen in Thailand, berichtet er weiter. Von den elf Produktionsstätten befinden sich drei in Myanmar, alle innerhalb eines 30-Kilometer-Radius von der thailändischen Grenze entfernt.

Die nächste Fabrik ist eine große Methamphetamin und Heroin Produktionsanlage und befindet sich etwa 13 Kilometer von Mae Hong Son im Bezirk Pang Ma Pha Distrikt. Die beiden anderen Orte sind etwa 20 Kilometer von Chiang Rai im Bezirk Mae Fa Luang. Außerdem soll eine weitere Produktionsanlage etwa 30 km vom Bezirk Mai Sai entfernt sein.

Die Armee, die Grenzbeamten, die Drogenermittler und die Polizei werden also auch in Zukunft speziell diesen bereich der Grenze zu den Nachbarländern im Auge behalten.