BANGKOK. Unternehmen im Norden und Nordosten Thailands leiden unter den schweren Überschwemmungen und dem Hochwasser. Die anhaltenden schweren Regenfälle verschärfen die Situation noch weiter. Viele Unternehmen versuchen verzweifelt, Hilfsmaßnahmen umzusetzen und den Betrieb trotz der Flut aufrechtzuerhalten.
Durbell Co Ltd, ein Vertriebs- und Lagerzweig der TCP Group, berichtete, dass die meisten seiner von den Überschwemmungen betroffenen Händler in der Nähe von Flüssen ansässig seien. Arjaree Suwangool, Direktor für Unternehmensangelegenheiten und Kommunikation bei der TCP Group, gab bekannt, dass das Unternehmen Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Geschäfte eingeleitet habe und dabei helfe, ihre Warenbestände in trockene Durbell-Lagerhäuser zu verlagern.
Darüber hinaus hat Durbell zugesagt, beschädigte TCP-Produkte zurückzunehmen, die Kreditlaufzeit zu verlängern und den betroffenen Geschäften Sonderrabatte anzubieten.
Es werden auch Anstrengungen unternommen, die Logistikrouten an zugängliche Straßen anzupassen. Dabei werden die Vorgänge genau überwacht, insbesondere in stark betroffenen Gebieten wie dem Bezirk Mae Sai in Chiang Rai.
Auch die von Central Food Retail Co. betriebenen Lebensmittelgeschäfte Tops haben ein Einsatzteam eingerichtet, um die Überschwemmungen im Norden zu überwachen. Obwohl die Tops-Filialen in der Region unbeschädigt geblieben sind, hat das Unternehmen ein finanzielles Hilfsprogramm gestartet und den von den Überschwemmungen betroffenen Mitarbeitern Katastrophenhilfepakete zur Verfügung gestellt.
Um denjenigen zu helfen, die mit beschädigten Elektrogeräten zu kämpfen haben, hat Thai Samsung Electronics Co Ltd einen Reparaturservice ins Leben gerufen, der kostenlose Arbeitsleistung und preisreduzierte Ersatzteile anbietet. Dieser Service ist in den von Überschwemmungen betroffenen Provinzen verfügbar, darunter Chiang Rai, Phayao, Nan, Phrae und Sukhothai.

Der thailändische Einzelhandelsverband schätzt, dass der Hochwasserschaden im Einzelhandelssektor über eine Milliarde Baht beträgt. Der Vizepräsident des Verbands, Chatchai Tuongratanaphan, forderte die Regierung auf, Hilfsmaßnahmen für Einzelhändler umzusetzen.
Zu den vorgeschlagenen Initiativen gehören ein Schuldenmoratorium, Befreiungen von der Körperschaftssteuer, Verlängerungen der Steuererklärungsfrist und Senkungen der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Darüber hinaus fordert der Verband die Regierung auf, einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung durch langfristige Planung Vorrang einzuräumen, um künftige Katastrophen abzumildern, berichtete die Bangkok Post.
Da die Fluten nicht in Sicht sind, dass sie bald zurückgehen, haben die betroffenen Unternehmen weiterhin mit Problemen zu kämpfen. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit eines umfassenden Katastrophenmanagements und entsprechender Unterstützung.
- Quelle: Siam Rath, Bangkok Post