Transsexueller soll in zehn Jahren über 100 Millionen Baht ergaunert haben

pp Bangkok. Ein Spezialteam der Abteilung zur Unterdrückung von Verbrechen „Crime Suppression Department“ (CSD) konnte nach jahrelanger Fahndung und Ermittlungen den 40 Jahre alten Uthai Nanthakhan in einer Wohnung im Bezirk Bang Chak verhaften.

Das Team wurde von Polizeimajor Yutthaphon Srisomphong der auch als „Jonny the Buster“ bekannt ist, angeführt. Trotz jahrelanger Suche war es den Beamten bisher nicht gelungen, den Betrüger zu verhaften.

Ein Informant hatte die Beamten auf die Spur des gesuchten Millionenbetrügers gebracht. Er hatte den verdächtigen in einem Haus auf der Sukhumvit Straße in Bang Chak gesehen.

Die Beamten legten sich daraufhin vor dem Haus auf die Lauer. Als der gesuchte auch nach einem Tag nicht auftauchte, beschlossen die Beamten, das ganze Haus zu durchsuchen.

Die Beamten riegelten das gesamte Haus ab und zeigten den Bewohnern ein Foto des Verdächtigen. Einer der Bewohner konnte den Beamten dann die Zimmernummer des gesuchten Mannes nennen. Die Beamten trafen den 40-jährigen in dem genannten Zimmer an und nahmen ihn sofort fest.

Laut dem Haftbefehl, der vom Bangkoker Strafgericht ausgestellt wurde, wird Herrn Uthai wegen Diebstahl, illegaler Inhaftierung und Kreditkartenbetrug gesucht.

Laut Polizeimajor Yutthaphon soll Herr/Frau Uthai hauptsächlich japanische Touristen und Geschäftsleute um über 100 Millionen Baht betrogen haben. Dabei wendete der Serienbetrüger immer wieder dieselbe Masche an.

Er näherte sich japanischen Touristen und gab vor, ein ausländischer Reisender zu sein der seine Brieftasche verloren habe. Die meisten der Opfer fanden den Betrüger sympathisch oder hatten Mitleid mit ihm. Sie boten ihm Geld an, dass aber von dem gerissenen Betrüger jedes Mal dankend abgelehnt wurde.

Stattdessen schlug er seinen Opfern vor, Geld aus dem Ausland auf ihr Konto zu überweisen. Nur dann wäre er bereit, Bargeld von den Touristen anzunehmen.

Herr Uthai bastelte sich dann selber eine Bankbestätigung der Überweisung und schickte sie sich selber per SMS zu. Gegenüber seinen Opfern erklärte er, dass er das Geld bereits überwiesen hatte und zeigte die getürkte Bank-SMS als Beweis.

Herr Uthai erklärte seinen gutgläubigen Opfern. dass sie in den nächsten drei bis fünf Tagen über das Geld verfügen könnten. Viele der Opfer glaubten dem Mann und zahlten ihm die angeblich Überwiesenen Gelder im Voraus aus.

Natürlich sahen die freundlichen und hilfsbereiten „Spender“ jemals auch nur einen Baht, geschweige denn Herrn Uthai wieder.

Die Jagd nach Herrn Uthai begann, nachdem die japanische Botschaft die CSD informiert hatte. Ein Reihe von japanischen Geschäftsleuten hatten sich bei der Botschaft gemeldet und über den Verlust von großen Summen Geld geklagt.

Im Jahr 2014 wurden 18 Betrugsfälle gemeldet und in diesem Jahr kamen bereits drei weitere hinzu. Die meisten der betrogenen Japaner hatten sich nicht bei der Polizei in Thailand, sondern bei ihrer Botschaft gemeldet. Dadurch war der Polizei in Thailand der Umfang der Betrügereien nicht bewusst.

Laut den Angaben der Polizei war der Betrüger seit gut zehn Jahren mit dieser Masche unterwegs. Er überzeugte dabei mindestens 100 japanische Opfer und konnte so mehr als 100 Millionen Baht ergaunern. Dabei soll Herr Uthai als Mindestsumme 25.000 Baht von einem der Opfer erhalten haben. Ein weiteres Opfer soll dem Betrüger sogar zwei Millionen Baht ausgezahlt haben.

Polizeioberst Torsak hat die japanische Botschaft gebeten, alle ihr bekannten Fälle den Behörden in Thailand zu melden. Außerdem warnte er alle Touristen davor, jemals Geld an unbekannte Fremde zu verleihen.

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