steer Bangkok. Seit Jahren rufen eifernde Monarchisten ihre Mitbürger zur Denunzierung ihrer Landsleute auf, wenn diese es wagen, sich negativ über die offiziell hochverehrte Monarchie zu äußern. Die Saat ist aufgegangen, jüngst zeigte ein Ehepaar nach massivem gesellschaftlichem Druck die eigene Tochter wegen Majestätsbeleidigung an und 150prozentige Monarchisten und ein Waffenbesitzer verübten Anschläge auf ihre vermeintliche Wohnung.
Wie vor wenigen Stunden bekannt wurde, hat man nun einen Taxifahrer aufgrund eines Privatgespräches mit einem (vermutlich) Hochschullehrer im geschlossenen Taxi zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Der monarchieliebende Thai-Intellektuelle, dessen sicher klangvollen Namen man leider nicht kennt, hatte den Taxifahrer absichtlich zu negativen Äußerungen provoziert und dabei ohne Genehmigung in dessen Fahrzeug Aufnahmen gemacht. So tief verehrt wird die Monarchie in Thailand bekanntlich, daß zu ihrem Schutze die drakonischten Strafen der Welt wegen Majestätsbeleidigung nötig sind und der Staat auf derartige Mithilfe seiner anständigen Bürger angewiesen ist.
















